Musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und der Bibellesenacht  zum Thema:

Gott dienen mit Feiern

Mit Luther durch das Kirchenjahr

14. Bibellesenacht am 11. November 2017 
Klosterkirche Bebenhausen 19:30 Uhr

Am Reformationstag (31. Oktober) wurde das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gefeiert. Der Tag war der Höhepunkt verschiedener Veranstaltungen, in dem überall in Deutschland der Reformation gedacht wurde und immer noch wird. In Bebenhausen ist zurzeit eine der Teilausstellung zur Reformation in Württemberg zu sehen – gleichzeitig mit der zentralen Ausstellung in Stuttgart und den Teilausstellungen in den anderen Reformationsklöstern Maulbronn und Alpirsbach. Aber während diese Ausstellungen zu einer Reise in die Vergangenheit einladen, holt die Bibellesenacht die Reformation in die Gegenwart.

Biblische Texte in der Übersetzung Martin Luthers begleiten die Evangelischen Kirchengemeinden durch das Kirchenjahr. Das war zu Luthers Zeiten so und ist bis heute so geblieben. Im Rhythmus des sonntäglichen Gottesdiensts wird jedes Jahr neu die Geschichte von Gottes Zuwendung zu den Menschen gefeiert. Am Sonntag können wir – wie Martin Luther es formuliert hat – Gott „mit Feiern und Ruhen dienen“.

Die Bibellesenacht konzentriert den Zyklus eines ganzen Kirchenjahrs auf einen Abend: Von Advent und Weihnachten über Passion, Ostern und Pfingsten bis hin zum Ewigkeitssonntag. Eingerahmt wird dieser Gang durch das Kirchenjahr durch die Gebete der Gemeinde: alttestamentliche Psalmen zum Eingang und das Vaterunser zum Abschluss.

Luther war jedoch nicht nur der kongeniale Übersetzer der Heiligen Schrift, sondern auch ein ebenso kongenialer Liederdichter und -komponist. Viele seiner Lieder sind bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden. Deshalb erklingen passend zu den Lesungen Luthers Lieder: von „Ein feste Burg“ bis zur Segensbitte „Verleih uns Frieden gnädiglich.“ Das Tübinger Instrumental- und Vokalensemble Chanter schlägt mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten die Brücke von den Renaissanceklängen der Lutherzeit zur Kirchen- und Volksmusik von heute.

Zur Bibellesenacht am Samstag, den 11. November dem Tag des heiligen Martin und Luthers Tauftag laden die Evangelische und Katholische Kirchengemeinde Bebenhausen ein. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Das Leseprogramm wird gegen 21:00 Uhr zu Ende sein. Wer möchte, ist eingeladen, das Gehörte beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein oder Wasser noch ein wenig nachklingen zu lassen.

++++++++++++++++++++++++++++

 

 

Musikalische Gestaltung des Gottesdienstes und der Bibellesenacht  zum Thema:

"Erhalt uns Herr bei Deinem Wort". Texte aus der neu revidierten Lutherbibel 2017 und Lieder von Martin Luther.


13. Bibellesenacht am 12. November 2016
Klosterkirche Bebenhausen 19:30 Uhr

Am Reformationstag (31. Oktober) beginnt das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“. Aus diesem Anlass widmen die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen ihre traditionelle Bibellesenacht in der Klosterkirche Bebenhausen der Theologie und Poesie Martin Luthers. Martin Luther war ein begnadeter Sprachkünstler. Seine Bibelübersetzung hat nicht nur die deutsche Sprache und Literatur geprägt, sondern ist zugleich Luthers poetische Begabung hat ihren Niederschlag auch in zahlreichen Liedern gefunden, von denen viele bis heute im Evangelischen Gesangbuch und einige auch im katholischen Gotteslob zu finden sind.

Am bekanntesten ist zweifellos „Ein feste Burg ist unser Gott“, das als Hymne der Reformation gilt. Auch das Thema der diesjährigen Bibellesenacht ist einem Lutherlied entnommen. Der Reformator selbst liebte die Musik als Gottesgabe von großer Macht, die ihm geradezu als Vorschein der Ewigkeit galt. Ausdruck protestantischer Identität und Frömmigkeit. Aufgrund ihrer literarischen Qualität wird sie auch von vielen katholischen Christinnen und Christen geschätzt.

Damit Luthers Bibelübersetzung nicht zum Museumsstück wird, hat man sie im letzten Jahrhundert in verschiedenen Anläufen revidiert und sprachlich modernisiert. Zum Reformationsjubiläum ist die Lutherbibel noch einmal revidiert worden. Durch diese Neurevision wurde sie nicht nur auf den aktuellen Stand der Bibelwissenschaft gebracht, sondern zugleich wieder stärker an den ursprünglichen Wortlaut Luthers angeglichen. So wurde das Sprachkunstwerk „Lutherbibel“ neu profiliert. Umso mehr lohnt es sich, die neuen „alten“ Texte zu entdecken.

Dazu lädt die diesjährige Bebenhäuser Bibellesenacht ein. Die ausgewählten Lesungen gehören zu vier zentralen biblischen Themen: die Liebe als größte der Gottesgaben, Beten und Gebet, Tod und Auferstehung und – als Ausblick auf die kommende Weihnachtszeit – die Geburt Jesu. Die Begleittexte zu den Lesungen geben zugleich Einblick in Luthers Übersetzungswerkstatt und die Arbeit der aktuellen Revision. Eine Auswahl seiner Lieder umrahmt deshalb auch das diesjährige Leseprogramm.

Interpretiert werden Luthers Lieder von dem Tübinger Instrumentalensemble Chanter, das mit Harfe, Flöten und Saiten­instrumenten die Brücke zwischen Luthers Zeit und unseren heutigen Hörgewohnheiten schlägt. Die Bibellesenacht am 12. November beginnt um 19.30 Uhr. Gegen 21 Uhr wird das Leseprogramm zu Ende sein. Wer möchte, ist eingeladen, das Gehörte beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein oder Wasser noch ein wenig nachklingen zu lassen.

Hannelore Jahr

****************

"Der Nächste bitte!" Biblische Geschichten von Krankheit und Heilung

12. Bibellesenacht in der Klosterkirche Bebenhausen

Am Reformationstag, Samstag, den 31. Oktober 2015, 19:30 Uhr

Die biblischen Geschichten von Krankheit und Heilung sind das Thema der 12. Bebenhäuser Bibellesenacht, zu der die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen am Reformationstag in die Klosterkirche einladen. An dem Thema „Krankheit und Heilung“ kommt niemand vorbei. „Der Nächste bitte!“ − das Motto der diesjährigen Bibellesenacht greift dies im doppelten Sinne auf: nicht nur selbst als Nächster bei der Behandlung an der Reihe zu sein, sondern auch einen Nächsten zu haben, der in Krankheit und Leid Beistand leistet.

In biblischer Zeit gab es noch keine moderne Medizin. Dennoch begegnen uns in den biblischen Geschichten von Krankheit und Heilung schon fast modern anmutende Diagnosen und Therapien. Berichtet wird über alle möglichen Formen körperlicher wie psychischer Erkrankungen. Die Bibel gibt ihnen deshalb so breiten Raum, weil Heilung für sie eine reale Möglichkeit ist. Dabei gehören Krankheit und Heilung in einen religiösen Bezugsrahmen: Zuletzt ist es Gott, der den Menschen − auch vermittels der ärztlichen Kunst − seine Hilfe zusagt. Alle Heilung kommt aus der Beziehung zu ihm, und die Menschen sollen Gottes Zuwendung zu ihnen mit Leib und Seele erfahren.

Im Unterschied zur Arztpraxis von heute hat Gott keine festen Sprechzeiten. Jederzeit können die Patienten, die seine Hilfe suchen, sich im Gebet an ihn wenden. Genau dies geschieht in vielen Psalmen der Bibel. In geradezu hemmungsloser Klage schildern die Psalmbeter Gott ihre Krankheitssymptome inklusive all ihrer Gefühle von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Todesangst. Und so fest ist ihr Vertrauen auf Gottes Hilfe, dass sie ihn zuweilen sogar schon im Vorgriff preisen und ihm für ihre Genesung danken.

Der bekannteste Heiler der Bibel ist zweifellos Jesus, dessen therapeutische Kraft aus seiner besonderen Beziehung zu Gott erwächst. An ihn wenden sich diejenigen, die sich keinen Arzt leisten können oder die schon viele Ärzte erfolglos konsultiert haben – hoffnungslose Fälle sozusagen, die ihre Hoffnung zu Recht auf ihn setzen. Jesu Heilungstaten weisen immer über sich hinaus. Sie zeigen, wie es einmal sein wird in jener Welt ohne Schuld, Krankheit und Leid, die Jesus in seinen Predigten das „Reich Gottes“ nennt. Umrahmt wird das Leseprogramm auch in diesem Jahr wieder durch die Musik des Tübinger Instrumentalensembles „Chanter“, das mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten die heilende Kraft der Töne hör- und spürbar machen will.

Text: Hannelore Jahr

 

Die Bibellesenacht am Reformationstag, dem 31. Oktober, beginnt um 19.30 Uhr. Das Leseprogramm wird gegen 21 Uhr zu Ende sein. Wer möchte, ist eingeladen, das Gehörte anschließend bei Brot, Wein oder Wasser buchstäblich „nach- und ausklingen“ zu lassen

Bildmotiv:
Der Evangelist Lukas wird traditionell mit dem Arzt und Paulusmitarbeiter Lukas (Kolosser 4,14) gleichgesetzt. Das Bild zeigt ihn mit seinem Symboltier, dem Stier, an der Kanzel der Klosterkirche Bebenhausen. – Foto: Christian Schröter

 

Text: Hannelore Jahr




Psalter und Harfe spielt auf!" - Musikgeschichten der Bibel

 

 

11. Bebenhäuser Bibellesenacht am 31. Oktober 2014


Unter dem Motto „Psalter und Harfe spielt auf“ stehen bei der Bibellesenacht in der Bebenhäuser Klosterkirche in diesem Jahr Musikgeschichten der Bibel im Mittelpunkt. Veranstalterinnen am 31. Oktober (Reformationstag) sind die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen.

Musik gehört in der Bibel immer dazu. Sie erscheint in vielerlei Formen und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Musik ist Ausdruck von Freude, wenn Mirjams Lied vom Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten erklingt, Musik hat heilende Kraft, wenn David seine Laute für den schwermütigen König Saul schlägt, Musik hat sogar militärische Funktion, wenn sie die Mauern von Jericho zum Einsturz bringt. Da gibt es die große Sammlung der Psalmen und das „Lied der Lieder“, das Hohelied von der Liebe zwischen Mann und Frau – Poesie, die ihren festen Platz in der Weltliteratur hat.

Der Abend gehört jedoch nicht nur Texten über die Musik aus der Bibel, sondern auch der Musik selbst. Begleitet vom Tübinger Instrumentalensemble „Chanter“ mit Harfe, Flöten, Gitarre und Mandoline singt der Bebenhäuser Projektchor unter der Leitung von Judith Looney.

Als thematisches Bildmotiv wurden vier musi- zierende Engel aus dem Kloster ausgewählt. Das Quartett gruppiert sich mit Harfe, Orgel, Laute (und vermutlich einem Streichinstrument) um den segnenden Christus in ihrer Mitte. Mit solch einem Engelskonzert begrüßte das Kloster Bebenhausen in früheren Zeiten seine Neuankömmlinge. Noch heute sieht man dieses himmlische Ensemble auf den Schlusssteinen im Kreuzgratgewölbe des östlichen Kreuzgangs. Wer – früher wie heute – diese Stelle, den einstigen Haupteingang, passiert und den Blick dabei nach oben richtet, weiß sich doppelt geborgen: in Gottes Segen und umgeben von wundersamer Musik.

Musik wurde auch von dem Reformator Martin Luther hoch geschätzt. Für ihn ist sie „die beste Got- tesgabe“, der „beste Trost für einen verstörten Men- schen“, eine „Lehrmeisterin, die die Leute gelinder, sanftmütiger und vernünftiger macht“.

 

Die Bibellesenacht am Reformationstag, dem 31. Oktober, beginnt um 19.30 Uhr. Das Lesepro- gramm wird gegen 21 Uhr zu Ende sein. Wer möchte, ist eingeladen, das Gehörte anschließend bei Brot, Wein oder Wasser buchstäblich „nach- und ausklingen“ zu lassen. Hannelore Jahr

 



Zwischen Himmel und Erde – Engelgeschichten der Bibel

10. Bebenhäuser Bibellesenacht am 20. November 2013


Die Bibellesenacht in der Bebenhäuser Klosterkirche feiert ihr 10jähriges Jubiläum mit einem besonders interessanten Programm. Unter dem Titel „Zwischen Himmel und Erde“ geht es am Mittwoch, 20. November (Buß- und Bettag) um die Engelgeschichten der Bibel. Veranstaltet wird der Abend wieder von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen.

 

Der Buß- und Bettag am Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag steht traditionell für die Umkehr des Menschen von verkehrten Wegen und die Hinwendung zu Gott. Wer könnte ein besserer Begleiter auf diesen Weg sein als die Engel – die Boten, die Gott zu den Menschen schickt? Sie kommen vom Himmel auf die Erde und machen auf ihre Weise deutlich, dass Gott sich den Menschen liebevoll zuwendet. Sie schaffen eine Nähe zu Gott, die ansonsten wohl kaum möglich wäre. Vielleicht liegt darin ihre besondere Faszination. Selbst Menschen, die keiner Religion angehören, glauben heute vielfach noch (oder wieder) an Engel – erstaunlich in unserer aufgeklärten Welt, in der meist doch nur das Sicht- und Messbare zählt.

 

Engelbegegnungen durchziehen die Bibel von den Erzvätern des Volkes Israel bis zu den Propheten und von Jesus bis zu den frühen Christengemeinden. Das Besondere der biblischen Engel besteht darin, dass sie ganz in dem Auftrag aufgehen, den Gott ihnen gegeben hat. Oft ist das eine Botschaft an die Menschen – ein Versprechen, eine Ankündigung, eine herausfordernde Aufgabe. Engel verkörpern aber auch die Überzeugung, dass das Leben der Menschen trotz aller Gefährdungen und Anfeindungen unter Gottes Schutz steht. Engel stehen den Menschen in Situationen zur Seite, die sie allein kaum bewältigen können. Engel begleiten auch das Leben Jesu. An den entscheidenden Stationen seines Lebensweges sind sie zur Stelle: vom Anfang – bei seiner Empfängnis und Geburt – bis zum Ende und darüber hinaus – bei der Passion und Auferstehung Jesu.

 

Die Engel der Bibel begegnen uns in ganz unterschiedlicher Gestalt: als prächtige geflügelte Wesen, aber auch ganz irdisch und unspektakulär, von „normalen“ Menschen kaum zu unterscheiden. Eins jedoch ist all den verschiedenen Engeln der Bibel gemeinsam: Sie bringen die Menschen Gott näher und Gott den Menschen. Sie bauen eine Brücke zwischen Himmel und Erde. Und indem sie Gottes Handeln eine Gestalt verleihen, machen sie das Unfassbare fassbar.

 

Umrahmt wird das Leseprogramm durch „Engelmusik“ des Tübinger Instrumentalensembles Chanter, dessen Instrumente Harfe, Flöten, Gitarre und Mandoline so recht zum Thema passen.

 

Die Bibellesenacht am 20. November beginnt um 19:30 Uhr, das Leseprogramm wird gegen 21:00 Uhr zu Ende sein. Wer möchte, ist eingeladen, das Gehörte beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein oder Wasser dann noch ein wenig nachklingen zu lassen.

 


 

in der Friedenskirche Sindelfingen, Sonntag, 24. November, 17:00 Uhr

Musikalische Gestaltung der
 5. Sindelfinger Bibellesenacht 2013

Zwischen Himmel und Erde

"Engelgeschichten der Bibel"

 

 

 


Frühere Projekte:

 

Vom Paradies und anderen Gärten

Gartengeschichten der Bibel

9. Bebenhäuser Bibellesenacht am 31. Oktober 2012

Am Abend des Reformationstages, 31. Oktober 2012, findet in der Klosterkirche Bebenhausen wieder eine Bibellesenacht statt, die von den Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen veranstaltet wird. In der Klosterkirche, die ja von wunderbaren Gärten umgeben ist, geht es in diesem Jahr um die Gartengeschichten der Bibel. Auch wenn die Bäume schon ihr buntes Laub abwerfen, ist die Erinnerung an die blühenden Sommergärten noch ganz lebendig. Sie wird uns durch die Wintermonate begleiten, bis die Schneeglöckchen von neuen Gartenfreuden künden.

 

Das Thema „Garten“ durchzieht die Bibel in unerwartet vielfältiger Weise – von der Schöpfung im ersten bis zur Vollendung im letzten Kapitel. Gott der Schöpfer scheint geradezu eine Vorliebe für Gärten zu haben: Im Garten Eden geht er umher und ruft: „Adam, wo bist du?“ Im Gelobten Land pflanzt Gott sein Volk wie einen Weinberg. Den Garten der Liebe erfüllt Gott mit wunderbaren Düften und zeigt den Verliebten die Schönheit seiner Schöpfung. Im Garten des himmlischen Jerusalems am Strom des Lebens wohnt Gott bei den Menschen und wischt die Tränen von ihren Augen. Auch entscheidende Stationen der Jesusgeschichte spielen im Garten: In Getsemani wird er verhaftet, um in den Tod zu gehen. In einem Garten begegnet er nach seiner Auferstehung Maria Magdalena, die ihn für einen Gärtner hält.

 

Wer sich auf die Spur der biblischen Gartengeschichten begibt, wird staunen, wie viel Erdverbundenheit in der Heiligen Schrift zu finden ist – wie viele handfeste Erfahrungen von Gärtnern, Weinbauern, Landwirten und Heilkundigen. Das hat seinen Grund vielleicht auch darin, dass der Garten in der Bibel ein Gleichnis für das Leben der Menschen in der Gegenwart Gottes ist. Damit ist der Garten zugleich ein Bild für die Welt, wie sie sein könnte: ein Ort der Schönheit und des Friedens, der Fruchtbarkeit und des Heils und der innigen Verbundenheit alles Lebendigen. Und vielleicht ist das der eigentliche Grund, warum der Garten und die Geschichten von ihm uns so unwiderstehlich anziehen.

 

Umrahmt wird das Leseprogramm durch die Musik des Tübinger Instrumentalensembles Chanter, die mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten Bilder von blühenden Gärten vor dem Auge entstehen lässt. Wer möchte, kann das Gehörte beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein oder Wasser nachklingen lassen.

 

Die Bibellesenacht am 31. Oktober beginnt um 19:30 Uhr und wird gegen 22:00 Uhr zu Ende sein.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Am Donnerstag, den 1. November 2012 gibt es die 4. Sindelfinger Bibellesenacht (Vom Paradies und anderen Gärten - Gartengeschichten der Bibel) um 17:00 Uhr in der Friedenskirche Sindelfingen, ebenfalls unter musikalischer Mitwirkung des Instrumental-Ensembles Chanter.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Weitere Projekte

 

‚Möge dein Herz warm und glücklich sein ...’

Musik für Harfe, Flöten, weitere Saiteninstrumente

und Segenswünsche von der Grünen Insel

Samstag, 12. November 2011 im Club Voltaire Tübingen

 

Harfe,  Flöten, Mandoline, Hackbrett und Gitarre bestimmen das Klangbild von Chanter. Die fünfköpfige Musikgruppe war bislang vor allem in der Klosterkirche Bebenhausen zu hören, wo sie mit eigenen Arrangements die Instrumentalmusik zu Bibellesenächten (Kriminal-, Frauen-, Fest- oder Traumgeschichten der Bibel) beisteuerten. Das aktuelle Programm ist eine musikalische Reise voll Inspiration und Spiritualität auf den Spuren der iro-schottischen Mönche. Gespielt werden Stücke aus Irland und den Britischen Inseln, darunter auch Werke des blinden Harfenspielers Turlough O’Carolan (1670 – 1738), Irlands großem Nationalkomponisten. Dazu kommen Sätze für Harfe und Flöte von zeitgenössischen Musikautoren wie Henri Vachey (*1933, „Grisaille“) , Serge Lancen (1922 - 2005, „En duo“) oder Bernard Andrès (*1941, „Algues“).

Ein alter irischer Reisesegen gibt das Motto des Abends vor:

‚Möge dein Herz warm und glücklich sein ...’

Chanter das sind: Ariane Kahl-Gaertner, Harfe; Hannelore Jahr, Flöten; Christian Schröter, Gitarre; Hans Stoiber, Mandoline, Hackbrett; Josef Wagner, Flöten

www.chanter-tuebingen.de

 

 

Lebendiges Wasser (Projekt 2010)

Geschichten aus der Bibel vom Urelement des Lebens
7. Bebenhäuser Bibellesenacht am Reformationstag

 

Am 31. Oktober 2010 findet in Bebenhausen die siebte Bibellesenacht statt. Veranstaltet wird sie wieder gemeinsam von den Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden Lustnau und Bebenhausen. Der Reformationstag fällt in diesem Jahr auf den Sonntag, an dem in Württemberg traditionell das Reformationsfest gefeiert wird – ein besonderer Anlass also zum konzentrierten Hören auf die Botschaft der Bibel, bei dem es dieses Mal um das „lebendige Wasser“ geht.

 

Die Bibel enthält eine große Zahl von Geschichten, in denen es in irgendeiner Form um jenes Urelement des Lebens geht: um Meere und Seen, Quellen und Flüsse, Regen und Wasserfluten. Die biblische Überlieferung kennt sowohl den Leben spendenden als auch den Leben bedrohenden Aspekt des Wassers. Die biblischen Geschichten haben ihren Ursprung ja in einer Region der Erde, die von Trockenheit und Dürre geprägt ist – umso wichtiger ist der Bibel die Erfahrung des Wassers als Quelle des Lebens. Die Menschen der biblischen Zeit wissen aber auch sehr wohl um die chaotische und zerstörerische Kraft, die dem Wasser innewohnt.

 

Die Bibellesenacht lädt ein zu einer Fahrt durch die biblischen Gewässer – auf den Strömen des Paradieses, in Noahs Arche über die große Flut oder unter Moses Führung mitten durch das Schilfmeer. Mit Jesus in einem Boot zu sitzen – das war eine grundlegende Erfahrung der Jünger. Nicht umsonst ist das Boot daher auch zum Symbol für die christliche Kirche geworden: ein Schiff, das sich Gemeinde nennt … Ein Schiff wird aber nicht gebaut, um im Hafen zu liegen, sondern um sich auf die hohe See hinauszuwagen. Und der Wind, der seine Segel bläht, steht in der Bibel für Gottes Geist, der das Schiff auf Kurs hält.

 

Wo immer die Bibel vom Wasser erzählt, geht es zuletzt um das Leben selbst: auch und gerade um das Leben derer, die diese Geschichten lesen oder hören und – vielleicht – von ihnen nicht unberührt und unverändert bleiben. Ob zu Land oder zu Wasser: das Leben, von dem die Bibel erzählt, trägt und erfrischt. Also „Leinen los“, um dieses Leben zu entdecken.

Das Leseprogramm wird umrahmt durch das Tübinger Instrumentalensemble Chanter, dessen Musik mit Harfe, Flöten und Saiteninstrumenten das Rauschen von Meer und Wind ahnen lässt. Und wie immer klingt das Gehörte nach und aus beim anschließenden Zusammensein mit Brot, Wein – und dem Thema entsprechend natürlich auch bei einem Glas voll mit sprudelnd frischem Wasser.

Die Bibellesenacht beginnt um 19:30 Uhr und wird gegen 22:00 Uhr zu Ende sein.

 

Projekt am 10. Oktober 2010


Auf allen Wegen, für immer und alle Zeit

Eine Reise auf den Spuren der irischen Mönche beschließt am einprägsamen Datum 10.10.2010 um 18:00 Uhr die diesjährige Reihe der Geistlichen Musiken in der Klosterkirche Bebenhausen. Das Ensemble Chanter aus Tübingen nimmt seine Zuhörer mit zur Grünen Insel und ihrer großen musikalischen und geistlichen Geschichte. Das Programmkonzept verbindet die ganz eigene Musik Irlands mit den von alter christlicher Tradition geprägten irischen Segenssprüchen.

Harfe (Ariane Kahl-Gaertner) und Flöten (Hannelore Jahr und Josef Wagner), Mandoline (Hans Stoiber) und Gitarre (Christian Schröter) bestimmen das Klangbild der Chanters. Gespielt werden Stücke aus Irland und den Britischen Inseln, darunter auch Werke des blinden Harfenspielers Turlough O’Carolan (1670 – 1738), Irlands großem Nationalkomponisten. Dazu kommen Sätze für Harfe und Flöte von zeitgenössischen Musikautoren wie Henri Vachey (*1933, „Grisaille“) oder Serge Lancen (1922 - 2005, „En duo“).

Die Musik folgt dem Weg der Sonne von der Morgenröte bis zum Abendsegen und von den Küsten des Lichts bis zur irdischen Heimat Irland im Westen. Kompositionen wie die „Algues“ des Harfenisten Bernard Andres (*1941) lassen das Rauschen des Meeres anklingen, dessen Wellen sich einmal wild und dann wieder sanft an der Küste brechen.

Missionare aus Irland gehörten einst zu denen, die das Christentum nach Süddeutschland gebracht haben. So wirkte im frühen 7. Jahrhundert Columban in Bregenz, seinem Schüler Gallus verdankt St. Gallen seinen Namen, und in der irischen Tradition stand Pirmin, der 724 das Kloster Mittelzell auf der Reichenau gründete. Aber es ist nicht nur diese historische Verbindung, die das Hören auf die irischen Segenssprüche so bereichernd macht. Es ist auch ihre lebensbejahende Haltung, die bis heute die Seelen erfüllt:

Möge dein Herz warm und glücklich sein
mit einem Quäntchen irischen Lachens
an jedem Tag, auf allen Wegen,
für immer und alle Zeit.

Dieser kurze Segensspruch, der als Motto über dem Programm dieser Geistlichen Musik steht, gilt zugleich als: Herzliche Einladung!